AUENWEG 11

Im Zuge meiner Professur an der Carinthischen Musikakademie habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, wie Unterrichten dh. Improvisation via Zoom nicht nur Sinn machen könnte, sondern welche Vorteile sich durch das eingeschränkte Wahrnehmungsfeld der digitalen Kommunikation ergeben könnten.

Neben den Interaktionsmöglichkeiten liegt ein solcher sicher im Bildausschnitt der Nutzer:innen, dem individuellen Wirklichkeitsfeld, das unabhängig von der Sprache eine Atmosphäre vermittelt, was wiederum Rückschlüsse auf den oder die Sprecherin zulässt, wie sie in einer physischen Begegnung in einem leeren / neutralen Raum nicht möglich ist. Wie also ist dieser Wirklichkeitsframe zu definieren und zu gestalten?

Auenweg 11 versteht sich als physisch digitales Crossover-Projekt zwischen Improvisation und Film, in dem die Student:innen jeweils eine digitale Einzimmerwohnung beziehen, einrichten und aus ihren unterschiedlichsten Wohnräumen heraus miteinander in Interaktion treten.

In einem ersten Schritt wird ein Charakter entwickelt, dann eine Vergangenheit sowie Umstände definiert. Danach werden Beziehungen festgelegt und mögliches Konfliktpotential ausgearbeitet, um dann improvisatorisch in den unterschiedlichsten Konstellationen Geschichten zu entwickeln, um so die digitale Siedlung zu beleben. 

Auenweg 11. Ein Plattenbau Besiedlungsprojekt für ein bis zwanzig Mieter:innen. Zoom Serien Konzept und Leitung: Erik Jan Rippmann. Mit Student:innen des CMA Schauspiel Lehrgangs, Frühjahr/Sommer 2021

Credits: tba

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